Badpflege

Tipps zur richtigen Pflege Ihres Bades

Der Wunsch nach mehr Hygiene im eigenen Bad wächst mit dem Wissen um die gesundheitliche Gefährdung durch zahllose Bakterien.

Sanitärkeramik

Moderne Sanitärkeramik kommt diesem Bedürfnis entgegen. Grund sind neuartige Beschichtungen, die den Schmutz von vornherein abweisen. Dennoch bedürfen natürlich alle Flächen, die mit der Haut in Berührung kommen, der besonders gründlichen Reinigung. Das gilt vor allem für die Oberseite der WC-Brille. Wer kleine Kinder im Haus hat, muss allerdings auch die Unterseite regelmäßig schrubben.

Schmutz abweisende Sanitärkeramik hat eine extrem glatte Oberfläche. Schmutzpartikel oder Kalk finden kaum Halt. Das Wasser perlt zusammen mit den gelösten Rückständen ab. Zur Reinigung genügt ein feuchtes Tuch. Desinfektionsmittel sind überflüssig, wenn die Keramik mit antibakterieller Glasur versehen ist. Scheuermittel und Kalkreiniger schaden der Beschichtung. Auch beim Einsatz von Abflussreinigern ist Vorsicht geboten. Ab und zu ein milder Reiniger – Hygiene garantiert!

Armaturen und Brausen

Armaturen sind ein echter Blickfang. Deshalb fallen Wasserflecken und Kalkablagerungen dort auch besonders rasch ins verärgerte Auge. Trotz guter Vorsätze wie Abtrocknen nach Gebrauch: Vermeiden lassen sie sich natürlich nicht. Verschwinden lassen aber kann man sie ziemlich rasch und unkompliziert. Der falsche Weg wäre es, zügig mit einem kräftigen Scheuermittel zu Werke zu gehen. Armaturen und Brausen sind häufig mit einer dünnen Chrom-Nickel-Schicht versehen und müssen mit viel Feingefühl behandelt werden. Aber auch Edelstahl, Kunststoffe, eloxiertes Aluminium sowie galvanische Sondervergütungen wie Gold gehören zum Oberflächenrepertoire. Deshalb in jedem Fall die Reinigungshinweise der Hersteller beachten! Klar ist: Handelsübliche Reiniger, die Salz-, Ameisen- sowie Essigsäure oder vielleicht sogar Chlorbleichlauge enthalten, können die Beschichtung schädigen.

Wer Kalkrändern mit Stahlwolle an den Kragen will, wird feststellen, dass zwar der Kalk verschwindet, die Kratzspuren aber bleiben. Bedenkenlos lassen sich Armaturen hingegen mit Spülmittel putzen. Es enthält nur Tenside und reinigt gründlich auf die sanfte Tour. Verwenden Sie einen Schwamm, spülen Sie mit viel Wasser nach, und reiben Sie die Armaturen anschließend sorgfältig trocken. Wenn dennoch hartnäckige Kalkflecken bleiben, können Sie ein altes Hausmittel verwenden: Ausgedrückte Zitrone! Zitronensäure ist enorm effektiv und schadet der Beschichtung nicht. Gegen Fettspuren helfen bei verchromten Teilen ein weiches Tuch und milder Edelstahlreiniger. Zum Aufpolieren für ganz besondere Anlässe empfehlen sich Metallpflegemittel.

Bade- und Duschwannen

Stoffe, aus denen Bade- und Duschwannen häufig sind, heißen Sanitäracryl und Stahlemail. Diese Materialien sind porenfrei, nahtlos glatt und natürlich entsprechend reinigungsfreundlich. Ihre volle Brillanz bleibt erhalten, wenn sie regelmäßig mit flüssigem Spülmittel und einem weichen Schwamm behandelt werden. Fett lässt sich damit genauso gut lösen wie mit vielen Spezial-Reinigern. Sollten Sie dennoch lieber einen Badreiniger verwenden, achten Sie unbedingt darauf, dass er für den jeweiligen Werkstoff geeignet ist.

Matte Oberflächen lassen sich rasch und effektiv mit wenig Seife und ganz viel Wasser reinigen. Hartnäckigen Verschmutzungen rücken Sie blitzschnell mit Schwamm, verdünntem flüssigen Badreiniger oder gleich mit den Pflegesets der Hersteller zu Leibe. Wichtig: Moderne Wannen sind zwar sehr pflegeleicht, wollen aber auch schonend behandelt werden. Scheuermittel haben da nichts mehr zu suchen. Sie sollten sogar den Schwamm oder das Tuch vor der Reinigung auswaschen, um sicher zu sein, dass sich dort keine harten Partikel eingenistet haben, die Ihr Lieblingsmodell zerkratzen könnten.

Duschabtrennungen

Duschabtrennungen aus Glas reinigt man am besten mit warmem Wasser plus einem Spritzer Spülmittel oder mit einem handelsüblichen Glasreiniger (keine Pasten). Wenn Sie Ihr Echtglasmodell regelmäßig pflegen, dürften Sie mit Kalkablagerungen kein Problem haben. Nutzen Sie einfach die Zeit nach dem Duschen, in der Sie ohnehin darauf warten, dass die Bodylotion einzieht, um sich ein paar Minuten um Ihre Dusche zu kümmern. Spülen Sie zunächst sämtliche Reste von Haarshampoo und Duschgel weg, streifen Sie mit dem Glasabzieher locker die Tropfen ab, und reiben Sie sofort Flächen und Profile mit einem weichen Tuch kurz nach: Die Dusche sieht wieder aus wie neu. Das Glas bleibt glänzend und transparent. Bei einer Kunststoffdusche können Sie bedenkenlos dasselbe Verfahren anwenden oder bei hartnäckigen Ablagerungen auf einen speziellen Reiniger des Herstellers zurückgreifen.

Wie häufig eine gründliche Reinigung mit Glasreiniger und Fensterleder nötig ist, hängt nicht allein davon ab, wie oft Sie duschen. Veredelte Modelle mit ihren Wasser abweisenden Oberflächen verringern den Pflegeaufwand, da Schmutz nicht haftet. Aber auch die Härte Ihres Wassers, sprich der Kalkgehalt, spielt eine ganz entscheidende Rolle. Weiches, kalkarmes Wasser hinterlässt viel weniger Spuren als hartes, stark kalkhaltiges. Einfache Faustregel: Vertrauen Sie den eigenen Augen!

Wellness-Produkte

Ein Bad ist heute längst nicht mehr nur ein Ort für die schnelle, tägliche Reinigung, sondern in vielen Fällen eine echte Wohlfühloase oder – je nach Ausstattung – sogar ein eigener kleiner Wellness-Tempel. Leider fehlen in den meisten Fällen die fleißigen Heinzelmännchen, die alles sauber halten. Deshalb ist es sinnvoll, Wellness-Einrichtungen wie Whirlwanne oder Dampfdusche bewusst so zu pflegen, dass man lange Freude daran hat. Alle verwinkelten Formen (verchromte Oberflächen, Systemteile) werden idealerweise mit dem Schwamm gereinigt und anschließend mit einem Fensterleder kurz nachpoliert. Bei Verwendung von Badeöl sollten Sie 14-tägig oder zumindest monatlich mit „Sodalauge“ spülen. Dieses in Wasser gelöste Natriumcarbonat bekommen Sie in Apotheken und Drogerien. Im Zweifel immer zuerst beim Hersteller nachfragen.

Bei Ihrer Whirlwanne sollten Sie besonders die Düsen im Auge behalten. Spezielle Reinigungsprogramme trocknen sie per Knopfdruck, so dass Kalk und Bakterien keine Chance haben.

Möbel/Spiegel/Accessoires

Glas- und Möbeloberflächen bekommen Sie mit einem Mikrofasertuch und ein wenig Reinigungslauge schlierenfrei sauber. Mit einem sanften Spezial-Reiniger und einem weichen, nicht fasernden Tuch werden alle Edelstahlelemente bearbeitet. Spiegel erstrahlen in ungebrochenem Glanz, wenn man sie mit einem feuchten Fensterleder verwöhnt. Ihre Kanten aber sollten Sie immer trocken abwischen. Auf die Dauer nehmen Badezimmermöbel jede Art von Feuchtigkeit krumm. Gut lüften und Trockenreiben sind deshalb ein Muss. Elektrische Teile dürfen Sie nur in ausgeschaltetem Zustand säubern.

Verchromte Accessoires besitzen immer Ecken, Kanten und Rillen. Wenn Sie kalkhaltiges Wasser haben, wird von Zeit zu Zeit eine Basisreinigung nötig. Saure Reiniger, auf Essig- oder Zitronensäurebasis hergestellt, sind dafür besonders gut geeignet. Man trägt sie mit dem Schwamm oder einem Haushaltsvlies auf, wäscht sie nach einer bestimmten Einwirkzeit mit viel frischem Wasser ab und poliert anschließend mit dem Mikrofasertuch trocken. Spezielle Schaumreiniger sparen Zeit, kosten allerdings mehr und sind belastender für die Umwelt.

Fliesen

Die Haltbarkeit keramischer Fliesen steht außer Frage: Sie überdauern Jahrhunderte und sind sowohl für Langlebigkeit als auch für Pflegeleichtigkeit das Paradebeispiel. Bodenfliesen aus Steinzeug lassen sich absolut problemlos durch Kehren, Absaugen oder feuchtes Aufwischen reinigen. Leicht löslichen Straßenschmutz entfernen Sie einfach mit viel Wasser. Wenn Sie auf Film bildende Reinigungsmittel verzichten, bekommt Ihr Boden auch keine Streifen. Bei stark verschmutzten Fliesen greift man am besten zu verdünntem Spiritus. Leinöl stellt den alten Glanz anschließend wieder her. Wenn die Fugen fleckig sind, reiben Sie die betroffenen Fliesen mit Schlämmkreide oder einem Brei aus Wasser und Backpulver ein. Mischung einwirken lassen, abspülen und die strahlend weißen Fugen genießen! Veredelte Keramikfliesen bekämpfen Schmutz sogar aktiv mit und brauchen lediglich ab und zu einen Wisch mit einem angefeuchteten Tuch.

Profi-Kompetenz und Marken-Qualität

Ob Sie viel Zeit in Ihrem Bad verbringen, um sich zu verwöhnen oder um in mühevoller Kleinarbeit für die notwendige Hygiene zu sorgen, ist kein Zufall. Letztlich liegt es in Ihrer Hand, wie Sie den Lebensraum Bad für sich definieren und gestalten. Durch die Wahl moderner Markenprodukte können Sie den Pflegeaufwand auf ein Minimum reduzieren. Das Resultat: Ihr Bad entwickelt sich zum Freudenspender, und in den vergleichsweise wenigen Minuten, die Sie für das Putzen aufwenden, freuen Sie sich darüber, dass alles so leicht zu handhaben ist!

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